Klassiker des Kulturpessimismus
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Abendlandes: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte. (sachbuch) (Taschenbuch) Die Weltgeschichte als Geschichte des stetigen Fortschritts: Aus der finsteren Barbarei der Vorzeit, über schmerzliche Kriege und lange Lernprozesse hat sich die Menschheit eine sichere Zivilisation erarbeitet und geht weiterhin einer glänzenden Zukunft entgegen, so die weit verbreitete Ansicht. Gegen solchen Fortschrittsoptimismus erhob Oswald Spengler wortgewaltig Einspruch. In seiner über 1000-seitigen Geschichtsphilosophie "Der Untergang des Abendlandes" (1918) legte er eine Art Lebenszyklustheorie der Hochkulturen vor: Alle Kulturen der Welt ähneln sich demnach in bestimmten Phasen; das ist ihre Homologie - ein Begriff, den Spengler der Biologie entlehnte. Der Clou dieses Verfahrens, für das er von den Fachwissenschaftlern stark kritisiert wurde: Es ließen sich Aussagen darüber machen, wie sich die Kultur des Abendlandes weiter entwickeln würde. Spengler kam zu dem niederschmetternden Ergebnis, das dem Buch den Titel gegeben hat: Die Zeit des Abendlandes sei so gut wie abgelaufen, mit der modernen Zivilisation sei es in die letzte Phase des Verfalls eingetreten. Eine spannende These, die viel Staub aufwirbelte. Spenglers von Goethe und Nietzsche beeinflusstes Werk ist eines der wirkmächtigsten des 20. Jahrhunderts. Auch heute noch werden hin und wieder ähnliche Thesen geäußert, etwa von Samuel Huntington ("Kampf der Kulturen").
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 17. Juni 2005
Kundenrezensionen:
3. Klassiker des Kulturpessimismus (die aktuell angezeigte Rezension)
2. Spengler lohnt die Auseinandersetung
1. Fels in der Brandung
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